Vom Aussterben gerettet? – Globale Richtlinien und Verbote

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Wer behauptet, das internationale Regulierungen und Verbote im Naturschutz nichts bringen, sollte durch den Anblick eines Wanderfalken eines Besseren belehrt werden. Dieser stand in den 1960er-Jahren kurz vor dem Aussterben. Grund war das Insektengift DDT, das seit 1946 in der industriellen Landwirtschaft Europas und Nordamerikas massenhaft eingesetzt wurde. Das Gift reicherte sich in den Nahrungsnetzen an und konzentrierte sich bei den Raubtieren. Am heftigsten traf es die Greifvögel, bei denen DDT zu verkümmerten Eierschalen führte – kaum ein Küken überlebte bis zum Schlüpfen. Im Mitteleuropäischen Tiefland starb der einst häufige Wanderfalke komplett aus, während südlich davon und in Skandinavien nur einzelne Brutpaare überlebten. Um 1970 betrug der Bestand in ganz Europa wohl nur noch wenige hundert Vögel.

Bei diesem Tiefpunkt des Bestandes setzte im Westen eine zunehmende Mobilisierung der Bevölkerung gegen die Vergiftung der Greifvögel ein, so dass DDT in den frühen 1970er-Jahren zunächst in den USA und anschließend in Westeuropa verboten wurde. Gut zehn Jahre versetzt begannen sich die Bestände des Wanderfalken wieder zu erholen. Aber erst das 2001 von fast allen Staaten der Welt unterzeichnete „Stockholmer Übereinkommen über persistente organische Schadstoffe“ limitierte DDT nahezu global auf die Bekämpfung krankheitsübertragender Insekten. Heute gibt es weltweit wieder bis zu 100.000 Wanderfalken, ihr Bestand wird nun als „nicht gefährdet“ eingestuft.

Wanderfalke (Falco peregrinus), Foto von Juan Lacruz.

Peregrine falcon (Falco peregrinus), foto by Juan Lacruz.

Saved from Extinction? – Global Guidelines and Laws

Anyone who claims that international regulations and laws on nature conservation are ineffective should be convinced otherwise by the sight of any peregrine falcon. In the 1960s, this species was on the brink of extinction. The cause was the insecticide DDT, which had been used on a massive scale in industrial agriculture in Europe and North America since 1946. The pesticide accumulated in food chains and became concentrated in predators. Birds of prey were hit the hardest; in these species, DDT caused eggshells to become thin and brittle – hardly any chicks survived to hatch. In the Central European lowlands, the once-common peregrine falcon became completely extinct, while to the south and in Scandinavia only a few breeding pairs survived. By 1970, the population throughout Europe likely numbered only a few hundred birds.

 

As the population reached this low point, there was a growing public outcry in the West against the poisoning of birds of prey, leading to the ban on DDT in the early 1970s—first in the United States and then in Western Europe. A good ten years later, peregrine falcon populations began to recover. However, it was not until the “Stockholm Convention on Persistent Organic Pollutants,” signed in 2001 by nearly all countries in the world, that the use of DDT was restricted almost globally to the control of disease-carrying insects. Today, there are once again up to 100,000 peregrine falcons worldwide, and their population is now classified as “not endangered.”