Vom Aussterben gerettet? – Habitatschutz 1

Der Schwalbensittich aus Tasmanien ist ein aktuelles Beispiel für die Erhaltung und Aufwertung des Lebensraumes im Artenschutz. Dieser ungewöhnliche kleine Papagei ist ein Zugvogel, der zur Brut auf geschlossene Wälder angewiesen ist. Durch Waldrodungen verschwanden ihre Futterbäume und alte Bäume mit Höhlen, in denen sie brüten. Gleichzeitig entstanden so viele verteilte Lichtungen, die optimale Lebensräume für eingeschleppte Gleitbeutler bieten, die gerne die Eier und Jungvögel der Schwalbensittiche fressen. Diese tödliche Kombination hat die Art von hunderttausenden in den 1980er-Jahren auf heute vermutlich weniger als 300 Exemplare reduziert.

Nur Bruny-Island, eine kleine Insel östlich von Tasmanien, wo keine Gleitbeutler vorkommen, ist heute ein Rückzugsgebiet für etwa 100 Brutpaare. Hier gibt es ein groß angelegtes Schutz-Programm, bei dem speziell für die Schwalbensittiche entwickelte Nistkästen an jüngeren Bäumen aufgehängt werden, um den Mangel an Nisthöhlen auszugleichen. Gleichzeitig wird die Insel engmaschig überwacht, damit keine Gleitbeutler aus Tasmanien auf Bruny Island übersetzen. Diese Aktionen haben zumindest das sofortige Aussterben des Schwalbensittichs gestoppt.