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Klima schützen kann jeder!
Eine Infoausstellung der Verbraucherzentrale Bayern 21. September - 6. November 2011
Im normalen Alltag das Klima zu schützen, ist eigentlich ganz einfach und oft sogar lohnend. So lautet die wichtigste Botschaft der Ausstellung "Klima schützen kann jeder!" der Verbraucherzentrale Bayern. Ob unterwegs, zu Hause oder beim Einkaufen - die Schau macht deutlich, was jeder einzelne tun kann und dass jeder Beitrag zählt.
Wie dreht man Stromräubern den Saft ab? Was bringt ein virtueller Anrufbeantworter im Festnetz? Wodurch lässt sich der beim Fliegen verursachte CO2-Ausstoß quasi wieder wettmachen? Verschiedene Themenstationen laden die Besucher ein, dem Treibhausgas im Alltag auf die Spur kommen. Wie junge Menschen mit dem Klimawandel umgehen, zeigt der Kurzfilm "Generation Klima". Er hält die Fragen Jugendlicher im Hinblick auf ihre Zukunftschancen fest. An einer Quizstation können die Besucher testen, wie klimafit sie sind. Und für Kinder gibt es eine Fotowand und ein Fragespiel.
Für Schulklassen!
Ausstellungsbegleitend bietet die Verbraucherzentrale Führungen für Schulklassen an (3. - 10. Klassenstufe). Diese finden am 29. September und am 18. Oktober statt (Beginn 8.30, 9.30, 10.30, 11.30 u. 12.30 Uhr, Dauer jeweils ca. 50 min.). Bitte melden Sie sich unter Tel. 0951 - 8631249 bei uns an. Für einen Besuch ohne Führung erhalten Sie auf Wunsch gerne Arbeitsblätter zur Ausstellung (pdf-Datei als Kopiervorlage für Kl. 5 - 7 u. 8-10 erhältlich) bzw. das Fragespiel "Klimaforscher Junior" für die Klassenstufen 3 - 4.
Weitere Informationen unter
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Frankenland am Jurastrand versteinerte Schätze aus der Wattendorfer Lagune
Bis auf weiteres verlängert
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Ein Inselarchipel unter strahlend blauem Himmel, umspült von einem tropischen Meer. Zwischen Riffen gehen Krokodile und Haie auf Beutezug, an den Stränden legen Schildkröten ihre Eier in den heißen Sand. Seychellen oder Malediven? Nein. Es ist das Meer der oberen Jura-Zeit, das vor 150 Millionen Jahren unser Land bedeckte.
In einem Steinbruch bei Wattendorf, sozusagen vor unserer Haustür, hat sich nun ein großartiges Fenster in diese bizarre, vergessene Welt aufgetan. Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise und lassen Sie sich von den versteinerten Lebewesen, die wir für Sie ausgegraben haben, von dieser geheimnisvollen Welt erzählen!
Es war eine große überraschung, als der Präparator unsres Museums, Thomas Bechmann, vor einigen Jahren unerwartete Fossilfunde aus einem Steinbruch bei Wattendorf (Oberfranken) in das Museum brachte: Fisch- und Krebsreste, in dünne Kalkplatten eingeschlossen. Hätte er die Fossilien in einem Steinbruch bei Solnhofen oder Eichstätt gefunden, wäre es nicht erstaunlich gewesen. Denn dort kommen dergleichen Fossilien in den weltberühmten Solnhofener Plattenkalken beim industriellen Abbau ans Tageslicht. Doch für Oberfranken waren dieses Gestein und diese Fossilien bislang unbekannt.
Bei den Wattendorfer Plattenkalken handelt es sich um ein räumlich eng begrenztes Vorkommen, das sich auch nur auf wenige Schichtbereiche innerhalb des Steinbruchs erstreckt. Dafür sind die Gesteine wesentlich fossilreicher als jene der typischen Solnhofener Plattenkalke. Neben Landpflanzen, wirbellosen Tieren wie Schnecken, Muscheln, Krebsen etc, konnten wir innerhalb mehrerer Grabungskampagnen auch eine große Anzahl verschiedener Fische bergen. Besonders hervorzuheben sind dabei mehrere Engelhaie bis zu über einem Meter Länge. Noch spektakulärer sind die Quastenflosser, von denen ein Exemplar das größte und am besten erhaltene sein dürfte, das jemals in Jura-Plattenkalken entdeckt wurde. Nicht genug damit: Die allergrößten Raritäten stellen komplette Schildkröten, ein Schlangensaurier und imposante Krokodilreste dar.
Die Wattendorfer Plattenkalke lagerten sich vor rund 150 Millionen Jahren (Obere Jura-Zeit) in einem Tropischen Flachmeer ab. Sogenannte „Leitfossilien” verraten uns, dass die Gesteine etwas älter sind, als alle bisher bekannten Plattenkalke der Oberen Jura-Zeit. Dieser Umstand äußert sich letztendlich auch in der Tatsache, dass es sich bei vielen Wattendorfer Fossilien um neue, bislang unbeschriebene Arten handelt. Eine ganz besondere Herausforderung für die Wissenschaft.
Neben den sensationellen Fossilfunden können Sie sich in der Sonderschau gleichzeitig über die spannenden geologischen und biologischen Hintergründe der interessanten Jura-Zeit informieren.
Führungen durch die Schau (auch unter evolutionsbiologischen Aspekten) Tel.: 0951 - 67 444
Wichtiger Hinweis
Das Betreten des Wattendorfer Steinbruchs ist aus Sicherheitsgründen streng verboten. Das Verbot wird überwacht. überdies lohnt es sich nicht, selbst nach Fossilien zu suchen, da die fossilführenden Schichten nur während der Gra
ungsperioden von Baggern freigelegt werden.
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Fossilpaten gesucht
Die Wattendorfer Fossilien bedürfen in der Regel eines hohen präparativen Aufwands. Meist sind die Fossilien noch von Kalkschichten bedeckt, die erst mühsam und zeitaufwändig entfernt werden müssen. Zudem sind größere Stücke in der Regel in viele Teile zerbrochen. Der Präparationsaufwand kann aufgrund des Personalmangels nicht alleine vom Museum bewältigt werden. Deshalb müssen viele Objekte von auswärtigen Präparatoren aufbereitet werden. Um die Kosten dafür zu decken, suchen wir nach Fossilpaten. So können etwa kleinere Fische je nach Aufwand für einen Betrag zwischen 100,-- und 400,-- Euro zum Museumsstück werden. Für die Präparation eines der großen Haie sind jedoch bis zu 7.000,-- Euro notwendig.
Der Name eines Fossilpaten bleibt dafür für immer mit dem Fossil verknüpft, sowohl bei Ausstellungen als auch in Publikationen. Außerdem besteht bei höherem finanziellem Engagement die Möglichkeit, dass der Name eines Fossilpaten bei der wissenschaftlichen Benennung neuer Arten Eingang findet.
Für Ihr geschätztes Engagement erhalten Sie eine persönliche Urkunde mit Informationen zur Fundstelle und Ihrem Patenfossil. Nach erfolgter Präparation liefern wir ein Foto vom fertigen Fossil nach. Eine steuerrelevante Spendenquittung ist selbstverständlich.
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