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Galnzlichter 2010
19. Mai – 18. Juli 2010


Die Siegerbilder des Internationalen Naturfoto-Wettbewerbs „Glanzlichter“

Wie in jedem Jahr gehen die Siegerbilder des Naturfoto-Wettbewerbs „Glanzlichter“ auch heuer wieder auf eine Tournee durch die bedeutenden Naturkunde-Museen und andere Ausstellungsorte in Deutschland und dem benachbarten Ausland. Nach der offiziellen Erstpräsentation der Schau anlässlich der 12. Internationalen Fürstenfelder Naturfototage am vergangenen Wochenende ist die erste Station der ausgewählten Meisterfotografien wieder das Bamberger Naturkunde-Museum.

Die Jury des Wettbewerbs durfte in diesem Jahr unter rund 15.300 eingereichten Bildern von 1.032 Fotografen aus 34 Ländern auswählen. Ein neuer Rekord. Besonderer Wert wurde bei der Auswahl auf die Komposition, auf neue Sichtweisen der Natur und die Kreativität der Fotos gelegt. Der emotionale Eindruck eines Bildes stand an erster Stelle. Das Ergebnis des wochenlangen Auswahlverfahrens ist auch in diesem Jahr wieder höchst beeindruckend. 87 grandiose Naturaufnahmen auf höchstem Niveau.Wie jedes Mal bei diesem jährlich ausgeschriebenen Wettbewerb konnten Bilder zu verschiedenen Themenbereichen eingereicht werden. Unter anderem Kategorien wie „Magnificent Wilderness“, „Cold Blood“, „On the sky above us“, oder „Ice Age“. Hauptsieger aller Kategorien wurde Marco Antonini aus Italien, dessen Foto zurecht den Titel “Anmut” trägt. Es zeigt das Detail eines Schwanes bei der Gefiederpflege. Der Kopf mit seinen kräftigen Farben fügt sich perfekt in den Kranz der schneeweißen Flügelfedern ein. Alle Bilder der Ausstellung haben ihre eigene Geschichte, die in dem angebotenen Katalog nachgelesen werden kann. Sie erzählen von Ausdauer, Geduld, Schwierigkeiten, perfekter Planung und glücklichen Zufällen, die zusammen letztendlich zu einer gelungenen Aufnahme führen können.

Unter den Siegerfotos findet man nicht nur spektakuläre Aufnahmen von Belugawalen, Krokodilen und Raubkatzen; oft sind es gerade die „Kleinigkeiten“ am Wegesrand, welche, vom künstlerischen Blick des Fotografen erfasst, wunderbare Stimmungen und Assoziationen wecken. So gerieten Tautropfen auf Wiesenprimeln im Morgenlicht, feine Eiskristalle, die an fliegende Vögel erinnern oder ein einsames Pflänzchen auf urgewaltigem Gestein zu echten Meisterfotos.

Auch dem Fotografen-Nachwuchs wurde mit dem „Junior Award“ wieder Rechnung getragen. Ihn gewann der siebzehnjährige Jaco Ottevanger aus den Niederlanden mit seinem Bild „Abendlied“. Es zeigt einen Stockentenerpel, dessen kalter Atem wie eine Wolke im Gegenlicht der untergehenden Sonne festgehalten wurde.

Bitte beachten: Während der Laufzeit der Glanzlichter ist die Abteilung „Leben in der Urzeit Frankens“ nicht zu sehen.

Weitere Informationen zu
Glanzlichter 2010 finden Sie unter
 www.glanzlichter.com


Ungleiches Duell

Ungleiches Duell
Fotograf: Bernd Liedtke, Deutschland


Rückkehr der Kraniche

Rückkehr der Kraniche
Fotograf: Willi Rolfes, Deutschland


Schwimmen unter dem Eis

Schwimmen unter dem Eis
Fotograf: Franco Banfi, Schweiz


Unterwasserschläfer

Unterwasserschläfer
Fotograf: Sergey Shanin, Russland


Anmut

Anmut
Fotograf: Marco Antonini, Italien


Zauberwald

Zauberwald
Fotograf: Daniel Jara, Spanien
Frankenland am Jurastrand
   versteinerte Schätze aus der Wattendorfer Lagune

13. Dezember 2008 - 30. Juni 2010
 
  Frankenland am Jurastrand
  Wichtiger Hinweis
  Fossilpaten gesucht
  Unser Dank
  Das Begleitheft
  Galerie

Ein Inselarchipel unter strahlend blauem Himmel, umspült von einem tropischen Meer. Zwischen Riffen gehen Krokodile und Haie auf Beutezug, an den Stränden legen Schildkröten ihre Eier in den heißen Sand. Seychellen oder Malediven? Nein. Es ist das Meer der oberen Jura-Zeit, das vor 150 Millionen Jahren unser Land bedeckte.

In einem Steinbruch bei Wattendorf, sozusagen vor unserer Haustür, hat sich nun ein großartiges Fenster in diese bizarre, vergessene Welt aufgetan. Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise und lassen Sie sich von den versteinerten Lebewesen, die wir für Sie ausgegraben haben, von dieser geheimnisvollen Welt erzählen!



Holophagus Caturus Es war eine große Überraschung, als der Präparator unsres Museums, Thomas Bechmann, vor einigen Jahren unerwartete Fossilfunde aus einem Steinbruch bei Wattendorf (Oberfranken) in das Museum brachte: Fisch- und Krebsreste, in dünne Kalkplatten eingeschlossen. Hätte er die Fossilien in einem Steinbruch bei Solnhofen oder Eichstätt gefunden, wäre es nicht erstaunlich gewesen. Denn dort kommen dergleichen Fossilien in den weltberühmten „Solnhofener Plattenkalken“ beim industriellen Abbau ans Tageslicht. Doch für Oberfranken waren dieses Gestein und diese Fossilien bislang unbekannt.

Kugelfisch Bei den Wattendorfer Plattenkalken handelt es sich um ein räumlich eng begrenztes Vorkommen, das sich auch nur auf wenige Schichtbereiche innerhalb des Steinbruchs erstreckt. Dafür sind die Gesteine wesentlich fossilreicher als jene der typischen Solnhofener Plattenkalke. Neben Landpflanzen, wirbellosen Tieren wie Schnecken, Muscheln, Krebsen etc, konnten wir innerhalb mehrerer Grabungskampagnen auch eine große Anzahl verschiedener Fische bergen. Besonders hervorzuheben sind dabei mehrere Engelhaie bis zu über einem Meter Länge. Noch spektakulärer sind die Quastenflosser, von denen ein Exemplar das größte und am besten erhaltene sein dürfte, das jemals in Jura-Plattenkalken entdeckt wurde. Nicht genug damit: Die allergrößten Raritäten stellen komplette Schildkröten, ein Schlangensaurier und imposante Krokodilreste dar.

Schilkröte Die Wattendorfer Plattenkalke lagerten sich vor rund 150 Millionen Jahren (Obere Jura-Zeit) in einem Tropischen Flachmeer ab. Sogenannte „Leitfossilien“ verraten uns, dass die Gesteine etwas älter sind, als alle bisher bekannten Plattenkalke der Oberen Jura-Zeit. Dieser Umstand äußert sich letztendlich auch in der Tatsache, dass es sich bei vielen Wattendorfer Fossilien um neue, bislang unbeschriebene Arten handelt. Eine ganz besondere Herausforderung für die Wissenschaft.

Neben den sensationellen Fossilfunden können Sie sich in der Sonderschau gleichzeitig über die spannenden geologischen und biologischen Hintergründe der interessanten Jura-Zeit informieren.

Führungen durch die Schau (auch unter evolutionsbiologischen Aspekten) Tel.: 0951 - 67 444


 Wichtiger Hinweis
Das Betreten des Wattendorfer Steinbruchs ist aus Sicherheitsgründen streng verboten. Das Verbot wird überwacht. Überdies lohnt es sich nicht, selbst nach Fossilien zu suchen, da die fossilführenden Schichten nur während der Gra ungsperioden von Baggern freigelegt werden.


Fossilpaten gesucht

Die Wattendorfer Fossilien bedürfen in der Regel eines hohen präparativen Aufwands. Meist sind die Fossilien noch von Kalkschichten bedeckt, die erst mühsam und zeitaufwändig entfernt werden müssen. Zudem sind größere Stücke in der Regel in viele Teile zerbrochen. Der Präparationsaufwand kann aufgrund des Personalmangels nicht alleine vom Museum bewältigt werden. Deshalb müssen viele Objekte von auswärtigen Präparatoren aufbereitet werden. Um die Kosten dafür zu decken, suchen wir nach „Fossilpaten“. So können etwa kleinere Fische je nach Aufwand für einen Betrag zwischen 100,-- und 400,-- Euro zum Museumsstück werden. Für die Präparation eines der großen Haie sind jedoch bis zu 7.000,-- Euro notwendig.

Der Name eines Fossilpaten bleibt dafür für immer mit dem Fossil verknüpft, sowohl bei Ausstellungen als auch in Publikationen. Außerdem besteht bei höherem finanziellem Engagement die Möglichkeit, dass der Name eines Fossilpaten bei der wissenschaftlichen Benennung neuer Arten Eingang findet.

Für Ihr geschätztes Engagement erhalten Sie eine persönliche Urkunde mit Informationen zur Fundstelle und Ihrem Patenfossil. Nach erfolgter Präparation liefern wir ein Foto vom fertigen Fossil nach. Eine steuerrelevante Spendenquittung ist selbstverständlich.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns über einen Anruf unter 0951 - 8 63 12 49 oder eine E-Mail (  info@naturkundemuseum-bamberg.de).




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