30.01. – 21.04.2019

Die Farbenpracht der Tiere ist faszinierend. Aber Farben übermitteln auch Botschaften, die meist exakt auf einen Adressaten ausgerichtet sind. Farben bilden ein komplexes Kommunikationssystem, das über Jahrmillionen entstanden und keinesfalls zufällig ist. Bunte Gefieder, stark durchblutete Hautpartien oder prächtige Körperanhängsel sollen Geschlechtspartner anlocken und beeindrucken, Rivalen in Schach halten, Feinde abschrecken oder sie werden verblüffend echt zur Täuschung des Gegenübers genutzt.

Schließlich wird Farbe auch zur Tarnung eingesetzt, denn es ist eine elementare Überlebensstrategie vieler Arten, die gleiche Färbung wie die Umgebung anzunehmen.

Die Ausstellung präsentiert 40 großartige Aufnahmen des Naturfotografen und Tierfilmers Konrad Wothe. Besonders begeistert haben den Biologen die tropischen Regenwälder, in denen die Farbvielfalt der Tierwelt eine unvergleichliche Faszination ausübt. Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet. Die Ausstellung wurde vom Museum Mensch und Natur in München konzipiert.

Ergänzend zu den Fotos von Konrad Wothe können sie mit Hilfe von „Guckstationen“ entdecken, wie ein Marienkäfer seine Artgenossen sieht und welche Muster eine Blüte in den Augen eines Schmetterlings zeigt. Im Rahmen der Ausstellung eröffnet das Museum außerdem mittels Naturpräparaten die Einsicht, welche Lichtspiele sich die Natur erdacht hat, um Tiere schillern, glänzen oder „verschwinden“ zu lassen.

Bildunterschriften:

Bild 1Strukturfarben verleihen tropischen Schmetterlingen ihre schillernde Pracht.

Bild 2
Kaum zu erkennen: der Polarfuchs.

Bild 3
„Haut ab – ich bin giftig!“, scheinen die knalligen Farben dieses Pfeilgiftfroschs zu schreien.

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